
Ökumenischer Wortgottesdienst in Lieboch
23. November 2025Bezirksapostel Deubel in Graz

29.03.2026 / Graz Steiermark
Bezirksapostel Deubel in Graz
Ist der Herr Jesus Christus tatsächlich der König deines Herzens?
Der von Bezirksapostel Thomas Deubel geleitete Gottesdienst in der Kirchengemeinde Graz am Sonntag, dem 29. März 2026, stand ganz im Zeichen des Palmsonntags und der Verherrlichung Jesu Christi.
Die in diesem Palmsonntagsgottesdienst vermittelte zentrale Botschaft beruhte auf dem Einzug Jesu in Jerusalem anlässlich des jüdischen Passahfestes. Im Verlauf des Gottesdienstes wurden die Gläubigen durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes dazu aufgerufen, Jesus als „König“ in ihrem Herzen zu tragen. Wahre Verherrlichung geschieht nicht nur durch Worte, sondern durch eine authentische Lebensführung, die Mitmenschen neugierig auf den Glauben an den Herrn und Heiland Jesus Christus macht.
Die Grundlage dieses Festgottesdienstes bildete das Wort aus dem Lukasevangelium:
„Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ (Lukas 19,36-38).
Bezirksapostel Thomas Deubel betonte, dass die Gemeinschaft der Gläubigen nicht von persönlicher Bekanntschaft, sondern vom gemeinsamen Glauben und Ziel getragen wird. Gott möchte die Herzen der Menschen berühren – schon kleine Impulse durch sein Wort können, wie ein Stein im Wasser, große Wirkung entfalten.
Zentral ist ein offenes Herz, damit Gott wirken kann. Jesus dient dabei als Vorbild: Er hat Menschen auf unterschiedliche Weise berührt – durch Taten, Worte oder sogar Blicke – und dadurch ihr Leben verändert.
Als Friedensfürst steht Jesus für Demut und nicht für weltliche Macht. Sein Frieden geht über die bloße Abwesenheit von Konflikten hinaus: Er bedeutet eine geheilte Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie untereinander. Durch Reue und Jesu Opfer wird diese Beziehung immer wieder erneuert.
Ein wichtiger Teil der Predigt war der Auftrag, Jesus zu verherrlichen. Das geschieht vor allem durch das eigene Leben: den Glauben authentisch leben, offen dazu stehen und Jesus im Herzen regieren lassen. Wenn Gläubige so handeln – ermutigend, barmherzig und nicht verurteilend – wird Gottes Frieden im Alltag sichtbar und auch für andere erfahrbar.
Predigtbeiträge der Mitdienenden.
Priester Brantner zeigte in seiner Predigt auf beeindruckende Weise das Bild des Steins im Wasser. Gott möchte, dass wir der kleine Stein sind, der die Liebe Jesu durch unser Handeln sichtbar macht. Sein Motto lautet: „Lass Jesu Liebe in deinem Leben die Kreise ziehen.“ Gemeinsam wollen wir unsere Herzen öffnen, Gott loben und verherrlichen und die Liebe Gottes in die Welt hinaustragen (vgl. Psalm 108,2-5).
Bezirksevangelist Hasenauer hob die Beziehung der Jünger zu Jesus hervor. Die Jünger gaben ihr Bestes – ihre Kleider – und zeigten so auf Jesus, nicht auf sich selbst. Aus einer intakten Beziehung zu Christus könne nur Gutes entstehen. Der Geistliche ermutigte dazu, an dieser Beziehung zu Jesus Christus zu arbeiten, um ihn genauso lieben zu können, wie er uns liebt. Dann werde das Wort wahr: „Herr, lass sie eins sein untereinander, so wie du mit mir eins bist“ (vgl. Johannes 17,20-23). „Fühlt euch von Gott geliebt“, so der Bezirksevangelist.“
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war das Heilige Abendmahl für die Verstorbenen, das betont, dass die Gnade Jesu auch die jenseitige Welt umfasst. Apostel Matthias Pfützner erläuterte die geistliche Bedeutung: So wie Jesus nach seinem Tod in die „untersten Örter der Erde“ hinabstieg, um dort zu predigen, so sei der Tisch des Herrn auch heute für die Seelen in der Ewigkeit gedeckt (vgl. Epheser 4,9; 1.Petrus 3,18-20; 1. Petrus 4,6; Offenbarung 1,17-18). Er betonte, dass das Volk Gottes ein „Volk in Bewegung“ sei, das über die Grenze des Todes hinaus in der Gemeinschaft Christi verbunden bleibt (vgl. Lukas 9,28-36; Römer 14,8-9).
Dienst am Nächsten: Ordinationen von Diakonin Astrid Torner und Diakon Thorsten Fries.
Ein emotionaler Höhepunkt war die Einsetzung der neuen Amtsträger. Mit einer Anekdote über seinen eigenen Sohn brachte der Bezirksapostel zum Ausdruck, dass ein Amtsträger – egal, ob Apostel oder Diakon – nicht vollkommen ist. Er gab den beiden konkrete seelsorgerische Leitlinien mit auf den Weg:
Hilfe im Kleinen: Es brauche oft nicht viel – ein Becher Wasser für den Durstigen oder ein Stück Brot für den Hungrigen reicht oft aus. Im übertragenen Sinne bedeute dies, kleine Gesten der Zuwendung zu schenken (vgl. Matthäus 25,34-40).
Integration: Jesus hat genau darauf aufmerksam gemacht. Der Sohn Gottes hat die Menschen am Rand der Gemeinde in die Mitte geholt (vgl. Markus 9,33-37).
Keine Kritik auf dem Präsentierteller: Statt Splitter im Auge des Nächsten zu suchen, solle man in der Seelsorge Liebe und Zurückhaltung üben (vgl. Matthäus 7,3-5;
Kolosser 3,12-13).
Freude bewahren: Die Aufgabe des Diakons sei es auch in schweren Tagen zu sagen: „Verliere die Freude nicht, ein Gotteskind zu sein“ (vgl. 1.Johannes 3,1).

















